Ulanbaatar: Unterstützung für ein Kinderförderzentrum

Die Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung unterstützt ein Förderzentrum für Kinder und Jugendliche in Ulanbaatar.

Für körperlich und geistig behinderte Kinder und Jugendliche fehlt es in der Mongolei an Einrichtungen und fachmännischer Beratung und Behandlung. Es gibt nur einige wenige Anlaufstellen für Eltern behinderter Kinder, nur wenige Kindergartenplätze für geistige und/oder körperlich behinderte Kinder und nur einige nichtstaatliche Organisationen, die sich um behinderte Kinder kümmern.

Zumeist werden die behinderten Kinder und Jugendlichen zu Hause von Familienmitgliedern betreut. Wir treffen immer wieder auf Familien, die sich für ihr behindertes Kind schämen und von mongolischen Ärzten falsch beraten und nicht richtig über die Behinderung ihres Kindes aufgeklärt wurden. Die Unterstützung und richtige Behandlung eines Kindes mit Behinderung ist oft unzureichend. Der deutsche Förderverein Freundeskreis Mongolei und der Schweizer Verein Freundeskreis Mongolei organisieren zusammen mit der mongolischen NGO Enereliin Tuuchee ein Kinder-Therapie-Zentrum in Ulanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei.
Für Kinder mit Beeinträchtigung werden in einer Therapiepraxis physio- und ergotherapeutische Therapien sowie Betreuungsplätze für Kinder mit leichter bis schwerer körperlicher und/oder geistiger Behinderung in einer Tagesstätte angeboten. Seit 2012 unterstützen die Arbeit neun deutsche und schweizerische Fachkräfte in einem freiwilligen Einsatz das Projekt.

Seit Oktober 2013 werden Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung in einer Tagesstätte betreut und gefördert.  Da sich die Tagesstätte jedoch in kleinen Kellerräumen und die Therapie-Praxis in einer fünf Minuten entfernten kleinen Wohnung befand, ist das Kinder-Therapie-Zentrum im September 2015 auch durch die Unterstützung der Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung in ein Mietshaus umgezogen.

Das neue Haus wurde von Juni bis Mitte August behindertengerecht umgebaut , renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet. Das Förderzentrum bietet mit 370 Quadratmetern Platz für eine Tagesstätte für drei Gruppen für bis zu 30 Kinder mit Beeinträchtigung (bisher fünf Kinder). Es gibt einen  Großen Saal für die Physiotherapiepraxis und einen Ergotherapie-Raum. Außerdem ist ein separater Raum als Ruheraum/Snoezelen-Raum mit Lichteffekten und bequemen Sitz- und Liegemöbeln ausgestattet worden, der für Entspannung und Förderung der sensitiven Wahrnehmung der beeinträchtigten Kinder sorgt. Ferner gibt es einen Eltern-Treffpunkt- und Versammlungs-Raum sowie zwei Räume für die geschützte Werkstatt / Filzwerkstatt. In dem Projekt werden Studenten, allein Erziehende und ihre Kinder, kranke und behinderte Kinder bzw. Jugendliche regelmäßig finanziell durch Patenschaften unterstützt. Mehrmals im Jahr werden Sachspenden an die Familien verteilt. Im Projekt Mongolei Werkstatt (Filzwerkstatt, Nähstube, Holzwerkstatt) werden Mongolen in ihrer Selbständigkeit gefördert und Menschen mit Beeinträchtigungen integriert.